Montag, 12. Mai 2008

Dieser Blog ist tot. Ich blogge weiter auf dem «Agile Trail».

[Biel < 9] KW 20: 110,2 km (110), 6231 kcal

Ja, ich lebe noch und das Training verläuft ganz gut. Bin lediglich über zwei Wochen in Rückstand geraten mit der Berichterstattung. Das hole ich in den nächsten Tagen aber nach.

Die Kalenderwoche 20 war die zweite 110er-Woche in Folge. Vier 15-km- und zwei 25-km-Läufe standen auf dem Programm. Die 15er lief ich zwischen 4:45 und 5:00 min/km, die beiden 25er leider zu schnell, nämlich 4:54 bzw. 4'55 min/km statt 5'00-5'15 min/km laut Plan.

Den letzten der beiden 25er in dieser Woche bin ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag gelaufen. Start war um halb zwei Uhr in der Nacht. Jorina meinte, sie gehe ins Bett, woraufhin ich mich dann zum Laufen aufmachte. Was soll man machen, auch Nachtläufe wollen trainiert sein - immerhin fängt Biel um 22 Uhr an.

Diese Woche habe ich mir endlich neue Schuhe gegönnt. Matthias hat mich vor dem Hamburg-Marathon zum Grübeln gebracht: Mit dem Modell New Balance 768 ging ich letztes Jahr in Biel an den Start, allerdings sind die relativ schwer. Ein Lightweight-Modell sollte es also dieses Jahr werden - unter 9 Stunden! - , und da ich schon gute Erfahrungen machte mit den New Balance 901, probierte ich diese Woche den Nachfolger 902 aus. War schwer begeistert und hoffe, damit Biel laufen zu können.

Die Knieverletzung vom langen Lauf der Vorwoche steckte ich nicht so leicht weg, wie ich mir das gedacht hatte. Der Sturz rief Verhärtungen, vielleicht Mikrofrakturen, in beiden Waden hervor, die ich dann in der Physiotherapie per Massage und Ultraschall unter Kontrolle bekam. Aber das kaputte Knie nervte auch auf ganz unerwartete Weise: Ich konnte meinen Oberschenkel nicht dehnen, denn dabei wird das Knie gestreckt und die Wunde riss wieder auf und das gab eine Sauerei auf dem Parkett. Und auch, wenn man das gaaanz langsam versuchte, klaffte der Riss wieder auf. Es braucht halt seine 10 Tage, bis so eine Wunde verheilt. Doof nur, dass ich die Spannungen, die sich durch das Training im Oberschenkel ergaben, nicht abbauen konnte. Wegen solch einer Kleinigkeit eine Zerrung im Oberschenkel zu bekommen, wäre doch ziemlich blöde.

Nächste Woche wird die trainingsintensivste Woche überhaupt, denn da sollen 130 km runtergespult werden. Na, hoffentlich machen das Wade, Knie und Oberschenkel mit.

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Grails-Buch-Kapitel über Beziehungen zwischen Objekten

Stefan und ich haben ein neues Kapitel über die Beziehungen zwischen Objekten für unser Grails-Buch fertiggestellt und es auf die deutschsprachige Grails-Mailingliste zwecks Review hochgeladen (siehe Datei-Bereich der Mailingliste). Wie immer ist Feedback sehr willkommen!

Vielen Dank an dieser Stelle an die Feedbackgebenden der vorherigen Kapitel. Wir werden gewissenhaft jedem Hinweis zur Ergreifung von mangelnden Informationen und Fehlern im Buch nachgehen. Das Buch wird immer besser, und das verdanken wir zu einem Großteil Eurem Feedback!

Sonntag, 11. Mai 2008

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[Biel < 9] KW 19: 108,2 km (110), 6779 kcal

Bin wieder im Plan - naja, fast zumindest. Geplant waren 4 x 15 km (4'45-5'00 min/km) und 2 x 25 km (5'00-5'15 min/km) - einfache Wochenaufgabe, aber langweilig, wie ich kritisch hinzufügen möchte. Den ersten 15er habe ich noch langsam (5'04 min/km) hinbekommen, aber den darauf folgenden 25er am Mittwoch morgen (5 h aufgestanden) habe ich nach 20 km abgebrochen, weil ich Angst hatte, mich zu übernehmen (5'18 min/km auf flacher Strecke). Auf die restlichen drei 15er habe ich jeweils noch einen Kilometer mehr draufgepackt, und die bin ich dann auch in guten 4'50-5'00 min/km Durschnittszeiten gelaufen.

Bin immer wieder erstaunt, wie schnell die Regenerationszeit nach einer Krankheit ist. Da lag ich letzte Woche noch total fertig auf der Couch, kaum Kraft und Elan, von dort die paar Schritte zur Toilette zu schlurfen, und in dieser Woche sind's doch wieder fast 110 km geworden.

Fast wär die Woche auch langweilig geblieben, wäre da nicht der 25er am Sonntag gewesen: Bei Kilometer 17 musste ich mir unbedingt diesen interessanten Stein genauer anschauen, der da halb im Waldweg vergraben lag. Besonders mein Knie (siehe Foto) konnte es gar nicht erwarten, den Stein genauer kennenzulernen. Das war aber kein kontaktfreudiger Stein, ganz und gar nicht. Die Hände und das andere Knie sind noch mit kleinen Abschürfungen davongekommen, aber nachdem das zerdätschte Knie auch Stunden nach dem Vorfall nicht aufhören wollte zu siffen, meinte Jorina, dass sich das mal ein Arzt anschauen sollte. Literweise Desinfektionsspray, eine Halbkörperbandage und zwei Tetanusspritzen später in der Notaufnahme - nun war's dann aber auch gut gewesen. Was für ein Aufhebens...!

Was lernt man aus solch einem Vorfall? Hinfallen ist nicht so schlimm. Die 25 km konnte ich noch prima trotz geschreddertem Knie laufen, auch wenn einen die meisten Passanten komisch dabei angucken. Trotz Sturz bin ich die 25 km in einem Tempo von 5'21 min/km gelaufen - und das bei 410 Höhenmetern. Zum Vergleich: die gesamten 100 km von Biel haben etwa 600 bis 650 Höhenmeter (je nach zitierter Quelle), also nur 150 Höhenmeter auf 25 Kilometer. Ich denke, ich bin ganz gut in Form für Biel :-)

Abschließend möchte ich auf eine ganz tolle Webseite von Stefan Job hinweisen: http://99km.ch (Okay, der Witz ist vielleicht nur Insidern zugänglich: Die offizielle Webseite der Bieler Lauftage, deren 100-km-Lauf die Hauptattraktion ist, findet man unter http://100km.ch). Auf 99km.ch gibt's sehr gut aufbereitete Infos, gerade auch für Erststarter, wie z. B. über die Historie, die Strecke, Verpflegung und vieles mehr. Goodies wie die Tourkarte samt aller Verpflegungsstellen für Google Earth werden auch bereitgestellt. Da hat sich jemand sehr, sehr viel Mühe gegeben!

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[Biel < 9] KW 18: 26,8 km (80), 2057 kcal

Diese Woche war sicherlich nicht nach Plan. Am Sonntag Abend der Vorwoche, der Tag, an dem ich Marathon lief, bin ich von Hamburg nach Zürich geflogen und von dort weiter nach Bern mit dem Zug gefahren, wo ich mich dann um 23 h Abends mit einem Kollegen zwecks Vorbereitung unseres Workshops am nächsten Tag getroffen habe. Am Montag habe ich von morgens 8 bis abends um 19 h den Workshop gegeben und von 20-22 h noch zu Abend gegessen mit Workshopteilnehmern. Wundert es jemanden, dass ich am Dienstag morgen mit Halsschmerzen aufgewacht bin?

Dienstag bin ich mit dem Zug von Bern nach Karlsruhe gefahren und habe mich gleich ins Bett gepackt, weil fix und alle. Als die Halsschmerzen am Mittwoch noch nicht besser wurden, bin ich zum Arzt, der bei mir eine heftige Virusinfektion diagnostizierte. Interessant dabei: Der Virus hat eine Inkubationszeit von 3-5 Tagen. Wenn ich am Dienstag morgen Halschmerzen hatte, dann habe ich mich also im Zeitraum von Donnerstag früh bis Samstag früh in der Vorwoche infiziert - und das bedeutet, dass mein Immunsystem und mein Organismus bereits vollauf mit dem Virus beschäftigt gewesen sind, während ich den Marathon gelaufen bin. Wundert es jemanden, dass ich den Marathon so vergeigt habe?

Die Woche selbst habe ich also eher in der horizontalen verbracht, ziemlich geplättet vom Virus. Am Samstag habe ich mal vorsichtig ein paar Schritte gemacht (4,8 km), aber mehr war da noch nicht drin. Am Sonntag war ich dann nach 22 km am Ende meiner Kräfte. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich dabei mehr geschlichen denn gelaufen bin.

Haken wir diese Woche - den Marathon sowieso - als dem Virus zum Opfer gefallen ab. Rein trainingstechnisch ist das kein Beinbruch - was sind schon 6 Tage Trainingsausfall bei einem 8-Monate-Trainingsplan? Nix, genau. Die Form verliert man dadurch nur kurzfristig, und schon nächste Woche geht's bestimmt mit fast 100 % weiter.

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[Biel < 9] KW 17: 96,9 km (99,2), 5996 kcal

Dies war die Woche, in dem ich den Hamburg-Marathon gelaufen bin. Darüber habe ich bereits ausführlich berichtet.

Die unmittelbare Vorbereitung verlief ohne Zwischenfälle: 2 x 15 km in 4'49-4'59 min/km, 1 x 15 km in 5'37 min/km (das war am Mittwoch Morgen nach einem langen Tag auf der JAX, und ich habe mich überhaupt nicht fit gefühlt und bin nur langsam getrabt) und 1 x 10 km in 4'53 min/km (Freitag). Samstag war Laufpause zwecks Kräftesammeln vorm Marathon, und Sonntag schließlich der Marathon.

Beim Marathon selbst habe ich 2769 kcal verbraucht, was deutlich mehr als der Hälfte des Wochenumfangs entspricht. Die erste Hälfte des Marathon bin ich bei durchschnittlichem Puls von 155 Schlägen/min und einem Tempo von im Schnitt 4'11 min/km gelaufen. Die Trittfrequenz war im Schnitt bei 88 Schritten/min. Die zweite Hälfte des Marathons bin ich bei durchschnittlichem Puls von 134 Schlägen/min und einem Tempo von im Schnitt 6'44 min/km gelaufen. Die Trittfrequenz war im Schnitt bei 71 Schritten/min.