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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Dieser Blog ist tot. Ich blogge weiter auf dem «Agile Trail».

Status Quo

...muss...was...bloggen...

Nachdem bereits letzte Woche die Grails-Mailingliste kurzfristig für tot erklärt wurde, musste ich mir auch anhören, dass mein Blog tot sei, weil ich so lange nichts gepostet hätte. Nach unserem 4-Wochen-West-USA-Urlaub im August hat sich einiges getan, und ich bin seither nicht mehr zum bloggen gekommen.

Arbeit

Seit September, direkt nach dem Urlaub, bin ich von it-agile aus als projektmanagernder ScrumMaster für zwei Projekte eines großen internationalen Internet Service Providers tätig geworden - direkt in Karlsruhe, meiner Wahlheimat-Stadt. Sehr schön, mal nicht ausm Koffer leben zu müssen. Die beiden Projekte verzehren momentan meine volle Aufmerksamkeit und machen einen Riesenspaß. Werde über meine dortigen Erfahrungen beizeiten hier bloggen.

Laufen

Nach meinem bisher besten 10-km-Lauferlebnis beim Bühlertal hatte ich mit einer Patellasehnen-Reizung zu kämpfen (aka Jumper's Knee). Mit der bin ich auch in San Francisco beim Marathon gestartet. Im August und Anfang September habe ich die dann soweit kuriert, dass ich mir zugetraut habe, Ende September beim Baden-Marathon in Karlsruhe, also direkt vor meiner Haustür sozusagen, zu starten. Zwei Tage war dummerweise mein Zahnarzttermin, bei dem ich drei Kronen vorbereitet und zwei Füllungen mit drei Mal Nachspritzen bekam. Entsprechend groggy war ich dann noch beim Marathonstart, und als nach km 15 sich auf einmal alle vor mir Laufenden nach links neigten, da merkte ich, dass ich leichte Gleichgewichtsstörungen bekam. Merke: Keine Zahnarzt-OPs vor einem Wettkampf! Im Nachhinein überaus interessant, von welchen Nerven und Muskeln der Gleichgewichtssinn beeinflusst werden kann; nach der Hälfte stieg ich bei 1:28:57 h aus.

Seitdem bekomme ich läuferisch nichts mehr auf die Reihe: Direkt nach dem Lauf schwoll mein rechter großer Zeh an und ich hatte Schmerzen beim Laufen. Gut, kann mal nach einem Lauf passieren, dass was anschwillt. Aber nach ein paar Tagen leichten Lauftrainings schwoll der Fuß immer wieder an - und irgendwann nicht mehr richtig ab. Schmerzen stellten sich ein, es folgten zwei Wochen Laufpause und Salbenverbände nach Anraten meines Physiotherapeuten. Nach dem ersten langsamen Lauf nach der Laufpause schwoll die entsprechende Stelle sofort wieder an und ich suchte einen Orthopäden auf. Der diagnostizierte eine entzündete Sehne und therapierte diese mit Spritzen (Höllenschmerzen!!) und - nochmal 2 Wochen Laufpause.

Die Laufpause überstehe ich durch Aquajogging und Krafttraining. Nächste Woche darf ich wieder antesten, ob's Laufen noch tut...

Grails-Buch

Das Grails-Buch hatte eine sehr lange Sommerpause, aber canceln will ich's immer noch nicht. Die nächsten Kapitel sind in der Queue und ich bin Willens, bald wieder daran zu arbeiten.

Montag, 12. Mai 2008

Dieser Blog ist tot. Ich blogge weiter auf dem «Agile Trail».

Grails-Buch-Kapitel über Beziehungen zwischen Objekten

Stefan und ich haben ein neues Kapitel über die Beziehungen zwischen Objekten für unser Grails-Buch fertiggestellt und es auf die deutschsprachige Grails-Mailingliste zwecks Review hochgeladen (siehe Datei-Bereich der Mailingliste). Wie immer ist Feedback sehr willkommen!

Vielen Dank an dieser Stelle an die Feedbackgebenden der vorherigen Kapitel. Wir werden gewissenhaft jedem Hinweis zur Ergreifung von mangelnden Informationen und Fehlern im Buch nachgehen. Das Buch wird immer besser, und das verdanken wir zu einem Großteil Eurem Feedback!

Samstag, 5. April 2008

Dieser Blog ist tot. Ich blogge weiter auf dem «Agile Trail».

Grails-Buch-Kapitel über Validierung von Eingaben

Stefan und ich haben ein neues Kapitel über die Validierung von Eingaben für unser Grails-Buch fertiggestellt und es auf die deutschsprachige Grails-Mailingliste zwecks Review hochgeladen. Über Feedback würden wir uns sehr freuen!

Update 06.04.2008: Der direkte Link auf das Kapitel ist kaputt, weil dynamisch (nicht REST). Das Kapitel steht aber immer noch im Datei-Bereich der Mailingliste zum Download zur Verfügung.

Samstag, 22. März 2008

Dieser Blog ist tot. Ich blogge weiter auf dem «Agile Trail».

werkannwann.de

Endlich ist es soweit! Voller Stolz darf ich eine Grails-Anwendung verkünden, an der ich maßgeblich mitarbeiten durfte und die jetzt auch tatsächlich online gegangen ist: werkannwann.de.

werkannwann.de ist eine Webanwendung zur Online-Abstimmung von Terminen. Ich erklär's an einem Beispiel: In meiner Firma sind wir zum Arbeiten über die ganze Bundesrepublik verstreut. Damit wir uns auch trotz der Verteilung noch in Zukunft alle liebhaben, sehen wir uns öfter mal im Jahr alle zusammen, um uns abzusprechen. Aber es ist nie so einfach gewesen, dieses Treffen zu koordinieren. Ziel ist es, einen Termin mit allen abzustimmen, an dem die meisten teilnehmen können.

Henning, mein Chef, mailte dazu früher uns alle an: "He, wir müssen uns mal wieder alle zusammensetzen und Klönschnack halten. Wann habt Ihr Zeit? Ich schlage vor: ...", und dann folgten ein bis zwei Dutzend Datumsangaben. Und dann kamen die Antworten: "Ich kann dann und dann, aber da und da nicht, und da und da nicht so gerne." - "Mir passt's immer, außer [Liste von Datumsangaben]." - "Vielleicht könnte ich es da und da einrichten, aber sicher bin ich mir noch nicht. Da kann ich überhaupt nicht und hier bin ich mit meiner Familie im Urlaub, wo wir [lange Geschichte, die nett ist, aber irrelevant für die Terminabsprache]."

Jetzt hatte Henning viel Arbeit: Er musste aus den Antwort-E-Mails quasi alle Angaben herausfiltern, wann seine Mitarbeiter konnte, wann sie nicht konnte, und wann sie konnten, aber nur mit Bauchschmerzen. Das war viel Arbeit, langweilig und stupide. Und genau das übernimmt jetzt werkannwann.de!

Wenn Henning mit uns Mitarbeitern jetzt einen Termin abstimmen möchte, dann ruft er http://www.werkannwann.de auf:


Dort legt er dann eine neue Abstimmung an, gibt den Titel und eine Beschreibung ein und macht Datumsangaben, die seiner Meinung nach passen könnten. Er möchte das nächste Meeting irgendwann im Mai stattfinden lassen, Montags oder Freitags (aber nicht am 2. Mai, da sind vielleicht noch nicht alle wieder nüchtern haben einige vielleicht einen Brückentag geplant):


Auf der zweiten Seite gibt er noch die Namen und E-Mail-Adressen von sich und allen potentiellen Teilnehmern ein (ich hab die Darstellung mal etwas fürs Beispiel gekürzt; und die E-Mail-Adressen sind auch alles dieselbe, nämlich meine, sonst mache ich die ganze Firma kirre mit so einer Beispiel-Abstimmung). Er kreuzt an, dass auch er selbst an der Abstimmung teilnehmen möchte. Er nimmt noch schnell die AGB zur Kenntnis - und schon ist die Abstimmung angelegt:


Jetzt bekommt Henning eine E-Mail mit zwei Links: Mit dem ersten bestätigt er seine E-Mail-Adresse und veranlasst das Verschicken der Einladungs-E-Mails an die Teilnehmer. Mit dem zweiten kann er sich das Ergebnis anschauen. Dazu aber später mehr.

Jetzt bekommen die Teilnehmer also Einladungen via E-Mail. Dort ist ein Link drin enthalten, mit dem sie zur Abstimmung auf werkannwann.de gelangen. Dort wählen sie zwischen drei Optionen: ich kann (grün), ich könnte es möglich machen (gelb) oder ich kann nicht (rot). Ich lasse hier mal gerade meinen Kollegen Martin abstimmen:


Sobald der Teilnehmer gewählt hat, bekommt er eine anonymisierte Übersicht präsentiert, das bisherige Zwischenergebnis sozusagen (Martin war hier der erste, der abgestimmt hat):


Wenn dann irgendwann alle Teilnehmer abgestimmt haben, dann klickt Henning, der die Abstimmung gestartet hatte, sich über seinen zweiten Link auf eine andere Übersicht, in der er auch noch sieht, wer wie abgestimmt hat. Das ist hier wichtig, damit er evtl. nochmal nachfragen kann, falls nur ein einziger an einem bestimmten Termin nicht kann, alle anderen aber doch. In der Übersicht sieht Henning auch sofort, an welchem Termin die meisten können.


Schließlich kann Henning einen Gewinnertermin festlegen. Dann kann er alle Teilnehmer darüber informieren, welcher Termin das Rennen gemacht hat. Ihm wird da schon ein Text vorgeschlagen, den er nach seinen Wünschen abändern kann.


Wenn er den Text jetzt abschickt, dann bekommt jeder Teilnehmer Hennings Nachricht, und die Abstimmung ist beendet.

werkannwann.de ist nun erstmal in einer geschlossenen Alphaversion online. Das machen wir, um zu schauen, ob die Anwendung überhaupt "echte" User verträgt, und um nicht gleich alle zu enttäuschen, falls sie das noch nicht tut oder sich nicht so galant verhält (das böse Stacktrace-Monster, ihr wisst schon).

Abstimmungen anlegen darf also nur der, der die geheime Login-Passwort-Kombination kennt. Die verrate ich allerdings jedem, der's wissen möchte: eine E-Mail an info@werkannwann.de reicht da völlig. Wenn Ihr dann werkannwann.de ausprobiert, dann wäre Feedback natürlich echt super! Aber auch so freuen wir uns über jeden Besucher :-)

P.S.: An alle, die nerven, wann das Grails-Buch endlich kommt: Es kommt, wann es kommt. Wir sind noch dabei, aber werkannwann.de hat erstmal Vorrang. Alle dort gesammelten Erfahrungen fließen schließlich auch wieder ins Buch ein. Das Buch ist für Praktiker gedacht, ergo brauchen wir Praxis. Und mal ehrlich: So eine Webanwendung zu bauen ist doch viel spannender als darüber zu schreiben, oder? Also nicht verzagen, das Buch kommt!

Samstag, 21. April 2007

Dieser Blog ist tot. Ich blogge weiter auf dem «Agile Trail».

Neues vom Grails-Buch


Stefan und ich haben jetzt ein schönes Cover von Addison-Wesley für unser Buch in spe über Grails bekommen. Der Erscheinungstermin ist nach wie vor klar, nur leider immer noch nicht exakt datierbar: Wenn das Releasedatum für Grails 1.0 steht, gibt's auch unser Buch. Mit Graeme Rocher, dem Projektleiter von Grails, habe ich darüber auf der QCon 2007 gesprochen und er meinte, Herbst diesen Jahres sähe nicht schlecht aus. Na denn, toi toi toi!

Samstag, 30. Dezember 2006

Dieser Blog ist tot. Ich blogge weiter auf dem «Agile Trail».

Getting Real

Ich habe über die Weihnachtsfeiertage Getting Real von 37Signals gelesen.

Getting Real beschreibt auf einer abstrakten High-Level-Ebene unterschiedliche Ideen, um eine erfolgreiche Webapplikation zu entwickeln, zu veröffentlichen und am Laufen zu halten. Geschrieben ist dieses Buch von den Machern von Webapplikationen wie Basecamp und dem Webframework Ruby on Rails, die zusammen die Web-2.0-Vorzeigefirma 37Signals betreiben.

Das Buch ist oft im Imperativ geschrieben und kommt daher meist direkt zur Sache, ist stellenweise sogar aphoristisch geprägt, was in der Praxis beim Lesen bedeutet, dass eine Seite mal eine halbe Stunde dauern kann, weil einem so viele Lichter auf einmal aufgehen. Die Ideen kommen gut rüber!

Ja, es ist agil. Nein, es nicht TDD. Das geht? Das geht. Ähnlich wie Scrum sich aus den Programmiertechniken heraushält, so hält sich Getting Real auch fast aus allem Technischen raus - allerdings hätte man aufs Test First doch ruhig ein wenig eingehen können, auch auf höherer Ebene. So ist es durchaus Möglich, beispielsweise Interface First mit Test First zu koppeln, indem man Akzeptanztest gegen die Oberfläche laufen läßt (was besonders elegant, schnell und einfach bei Webapplikationen funktioniert).

Getting Real ist auch Werbung: an zig Stellen wird auf die Produkte von 37Signals verwiesen, allerdings immer im Zusammenhang mit dem entsprechenden Kapitel und meist als Beispiel dafür, wie man etwas machen sollte. So sollte man zum Beispiel u.a. Bücher schreiben, um seine Produkte zu promoten :-) Auch sind viele Zitate, meist Blogeinträge, im Buch verarbeitet, deren Inhalt die aufgestellten Thesen untermauern sollen.

Im Buch ist außerdem noch zu finden: was man im Vorfeld einer Webanwendung zu berücksichtigen hat, wie man Prozess und Anwendung schlank hält, welche Prioritäten und Features zu wählen sind (und wie), wie man den Prozess verbessern kann, wie die Organisation und das Personal aufgebaut sein sollte, wie das Interface und der Code gestaltet sein sollten, warum Worte wichtig sind (und Spezifikationen nicht), welche Preismodelle empfehlenswert sind und wie man Leute findet, die dann auch bezahlen wollen, wie man diese Leute schließlich supportet und an was man nach dem Webapp-Launch noch denken sollte.

Getting Real kann man kostenlos als HTML-Version online lesen, als digitale Version für den halben Preis als pdf herunterladen oder für den vollen Preis als Buch kaufen bei Lulu.com. Für diejenigen, die letzteres vorhaben: Das Buch ist für den Preis qualitativ okay, allerdings ist das Inhaltsverzeichnis vier Seiten hinterher: was beispielsweise auf Seite 31 verweist, findet sich erst auf Seite 35.

Fazit: Mich hat das Buch nicht ganz so mitgerissen, wie man es beispielsweise bei Franks Rezension nachlesen kann. Dennoch: empfehlenswert.